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Harmlos,
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infonaut

Anmeldungsdatum: 12.09.2003 Beiträge:
162
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Verfasst am: 12.09.2003,
12:17 Titel: Harmlos,
weil beknackt...... |
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Tübinger Tagblatt online,
Februar 2002
http://www.cityinfonetz.de/tagblatt/archiv/2002/02/21/text1.phtml
Anklage wegen Bedrohung
Vertagter Prozess
gegen einen Staatssekretär
Vergeblich wartete
gestern das Tübinger Amtsgericht auf den Staatssekretär des
Innenministeriums. Dr. Matthes Peter Haug war nicht zu einem
Informationsbesuch angesagt, er hätte vielmehr auf der
Anklagebank Platz nehmen sollen. Angeklagt wegen Anstiftung zu
Beleidigung und Bedrohung. Weil aber sein Verteidiger wegen
Krankheit kurzfristig verhindert war, muss das Verfahren neu
terminiert werden.
Haug ist in Tübingen kein
Unbekannter, hier begann vor zweieinhalb Jahren seine Karriere
als Politiker. Als Kandidat der WUT schickte er sich an, in
den Gemeinderat und in den Kreistag einzuziehen. Doch dem
Wahlvolk fehlte der Blick für seine politische Berufung und
ließ ihn mit 1412 Stimmen (Gemeinderat) beziehungsweise mit
815 Stimmen (Kreistag) durchfallen. Seither ist er in der
Kommunalpolitik passiv, alles andere brächte ihn in seiner
neuen Position wohl auch in Erklärungsnöte. Denn Haug, vor
drei Jahren in unserer Zeitung noch als Physiker (s)einer
Ein-Mann-Firma porträtiert, ist nicht Staatssekretär des
Bundesinnenministeriums, sondern Staatssekretär der
„kommissarischen Regierung des Deutschen Reichs“. Als solcher
ist er, wie er uns gestern am Telefon versicherte, seit dem
25. Mai vorigen Jahres im Amt. Bezahlt werde er nach der
Reichsbesoldungsordnung. „Davon kann man gut leben.“
(...)
Wie schon Dutzende anderer Vertreter der
bundesdeutschenRechtsordnung erhielt dann der Rottenburger
Richter (Haug: „Inhaltlich habe ich das nicht zu
verantworten.“) einen „Haftbefehl“ des „Deutschen Reiches“ mit
der Drohung: Nichtanerkennung der „Reichsregierung“ sei
Hochverrat; wenn diese an der Macht sei, werde er in
Untersuchungshaft genommen, als Höchststrafe sehe das Gesetz
die Todesstrafe vor.
Dieser Vorgang wiederum bewirkte
die Anklage nunmehr vor dem Tübinger Amtsgericht. Mit Kalibern
dieser Art ist für die Staatsanwaltschaft der Rubikon
überschritten. Wie die bundesweit operierenden
Schattenregenten politisch zu bewerten sind? Im
Innenministerium Otto Schilys spricht man von einer „ziemlich
skurrilen Truppe“. Vom Berliner Verfassungsschutz ist
überliefert, dass er sie nicht für rechtsextremistisch,
sondern für „harmlos, weil
beknackt“ hält.
(...) |
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