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Das 'KRR'-FAQ-Forum Diskussion über die und Kommentare zu den
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| Autor |
Nachricht |
Olli

Anmeldungsdatum: 13.06.2003 Beiträge:
1551 Wohnort: Berlin, Hauptstadt der Bundesrepublik
Deutschland
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Verfasst am: 05.10.2004,
23:43 Titel:
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@Strix
Mit Verlaub:
Das ist Stuss! Staatsgebiete müssen auf natürliche Weise
entstanden sein. Die Wiedergewinnung oder Erweiterung des
Staatsgebietes steht dem nicht entgegen. Beispiel:
Niederlande. Landgewinnung in der Nordsee und Polderung in der
Zuiderzee.
Ob GB auf seine Eigentumsrechte an der
Flak-Plattform zivilrechtlich verzichtet
hat, ist im übrigen völlig belanglos. Ebenso ist die Frage der
öffentlich-rechtlichen
Widmung, die regelmässig die bürgerlichen
Eigentumsrechte überlagert, unerheblich. Gehen wir davon
aus, dass die Widmung zu Verteidigungszwecken aufgegeben
wurde, dass sogar das Eigentum aufgegeben wurde. Daraus
folgt lediglich, dass sich jedermann diesen Schrotthaufen
aneignen konnte. Dadurch erwirbt selbiger Schrotthaufen aber
noch lange nicht die Qualität eines (Staats-) Gebietes.
Es nervt langsam, mein Herr!
Olli _________________ "Prag lässt nicht los… Dieses
Mütterchen hat Krallen." Franz Kafka an Oskar Pollak,
1902 | |
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Fantom

Anmeldungsdatum: 19.10.2003 Beiträge:
271
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Verfasst am: 06.10.2004,
18:31 Titel:
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| Strix hat Folgendes
geschrieben: |
Den Leuten mit dieser raschen Lösung
unterstelle ich sogar einen gewissen Neid, daß da jemand
eine Lücke entdeckt hat und entwischt ist  |
und genau damit bist du mit all den
haugs, ebels und bradlers auf einer linie.
btw: neid
worauf? ein paar tonnen schrott im meer? bevölkert von
radiomoderatoren und wahnsinnigen ? 
_________________ "Information ist
Verteidigung!" Simon Wiesenthal | |
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Gast
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Verfasst am: 06.10.2004,
20:57 Titel:
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Hm. Ich denke mal, die
werden mit "sicherem Internethosting" nicht so wenig Geld
machen. Natürlich nicht mit den Großkriminellen, aber der eine
oder andere Schmuddel wird schon drauf einsteigen.
| Zitat: |
Mit Verlaub: Das ist Stuss!
Staatsgebiete müssen auf natürliche Weise entstanden
sein. |
Das ist die unsinnigste Argumentation,
die ich je gehört habe. Die steht argumentativ sogar unter der
"Es gibt das Deutsche Reich noch, die BRD aber nicht
mehr"-Argumentation.
Worauf geht das zurück? Alte
römische Rechtssprechung? Intuition? Naturgesetz? Weltweiter
Volksentscheid?
Ich vermute mal: Intuition und "es
kann nicht sein, was nicht sein darf". Wir haben dort eine
Staatsgründung auf einer künstlichen Plattform im Meer. Sowas
ist bisher einmalig. Und von daher kann man da nicht mit "das
muß aber so-und-so" kommen. Oder hast du das jahrhunderte
geheimgehaltene "Kleine Taschenbuch zur Staatsgründung -
korrekte Staatsgründung leichtgemacht"?
Auf jeden Fall
könntest du genauso behaupten "Ey die meisten Länder gibts
garnicht, eine Staatsgründung auf Kolonialgebiet ist garnicht
erlaubt!" Das wäre zwar offensichtlicher und du würdest
direkt als..ähm.."geistig eingeschränkt leistungsfähig"
erkannt, aber im Prinzip nicht anders als das laute Bellen
jetzt. Und du kannst noch so viel aus irgendwelchen Gesetzen
zitieren oder unscharf/schwammig drauf verweisen, daß es "da
ja was gibt"...zum einen galt auf der Plattform - bis zur
Inbesitznahme - Seerecht. Zum anderen gilt dort jetzt
offensichtlich das, was der "Fürst" als Gesetz betrachtet. Es
gilt dort warum? Ganz einfach - weil er danach handelt. Und
offensichtlich setzt er es durch, und niemand anders erhebt
den Anspruch, dort zuständig zu sein. Behaupte also nicht, daß
das nicht geht und sein kann, während es offensichtlich so
-ist-. GB kann auch anders, das sollte spätestens seit den
Falklands bekannt sein. Allerdings läßt die Dauer der
Existenz und die Umstände den Schluß zu, daß im Falle Sealand
nicht die Frage zu stellen ist: Ist eine Staatsgründung
erfolgt? sondern vielmehr die Feststellung zu treffen ist:
Die Staatsgründung ist -durch Schaffung von Tatsachen-
erfolgt (es gibt das entsprechende Regelwerk halt nicht!).
Anerkennung durch andere Staaten ist dabei natürlich ein
heikles Thema. Wenn alle Menschen behaupten, daß es den Mond
nicht gibt...existiert er dann?
Die wirkliche
Frage dazu ist schon lange gestellt und beantwortet
worden...dadurch, daß in Zukunft ein Land die Verantwortung
für künstliche Bauten in internationalen Gewässern tragen muß.
Womit auch klar wäre, daß die Problematik durchaus ernst
genommen wird.
Jetzt habe ich einmal eine persönliche
Frage: Was habt ihr gegen Sealand? Gegen die Vorstellung
von 10, 100, 100000 Sealands mitten im Atlantik/Pazifik etc?
Was ist so grausam an der Idee an sich, daß es
unerträglich ist, daß da jemand (okay, ein Spinner) einen
Staat auf nem gammeligen Stück Stahlbeton gegründet haben
soll? Fühlt ihr euch bedroht? Die argumentationsarme, dafür an
Emotion reiche Reaktion auf Sealand erscheint so. Das ist in
dem Zusammenhang m.E. nach viel interessanter  |
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admin

Anmeldungsdatum: 24.08.2003 Beiträge:
240
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Verfasst am: 06.10.2004,
21:57 Titel: Gelbe
Karte |
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Hallo Strix,
es
gibt irgendwo eine kleine Modifikation für diese phpBB-Boards,
mit der man "gelbe Karten" verteilen kann. Um diesen Mod
einzubauen, bin ich jetzt zu faul und verteile mal einfach
verbal eine "gelbe Karte" an Dich. Um genau zu sein: eine
dunkelgelbe Karte mit starkem Rotstich. [-X
Sowohl
Fantom als auch Olli haben Dir zu erklären versucht, was es
mit der angeblichen Staatsqualität Sealands auf sich hat. Am
Anfang habe ich gedacht, Du seist vielleicht ein Jura-Studi im
ersten Semester, der gerade in der Vorlesung Staatsrecht I das
Problem "Was ist ein Staat" durchgenommen und nicht verstanden
hat. Allerdings sind derzeit Semesterferien. Und selbst ein
Erstie würde nicht das von sich geben, was Du hier verbrichst.
Die Frage, ob Sealand nun ein Staat ist oder nicht,
ist ein beliebtes Thema in Erstsemestervorlesungen, weil sich
eben an Sealand ganz einfach zeigen läßt, was ein Staat nicht ist. Das hat Olli
wunderbar erklärt. Es gibt meines Wissens niemanden, der
ernsthaft behauptet, Sealand sei ein Staat (außer den Sealandern und den diversen
"KRRs"). Überwiegend wird darauf abgestellt, daß eine
Plattform im Meer eben kein Staatsgebiet ist. Teilweise wird
sogar noch vertreten, daß die Sealander kein Staatsvolk
sind. Daß Du trotzdem von einer "unsinnigen Argumentation"
faselst, erweckt bei mir den Eindruck, daß Du einfach keine
Ahnung hast.
Wie auch immer: diese Diskussion ist
hiermit beendet.
Mit abschließenden Grüßen
Frank Schmidt (admin) | |
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Olli

Anmeldungsdatum: 13.06.2003 Beiträge:
1551 Wohnort: Berlin, Hauptstadt der Bundesrepublik
Deutschland
|
Verfasst am: 07.10.2004,
17:18 Titel:
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Noch ein Nachtrag:
In
der Argumentation nach Reichsknallerart soll die Zurückhaltung
und/oder sonstiges Handeln der Behördern und Gerichte in GB
für die "Staatsqualität" Sealands sprechen.
Die
Doppel- bis Dreifachtwens unter der geschätzten Forengemeinde
erinnern sich vielleicht noch an das Jahr 1964. Da ging der
Priaratensender "Radio Caroline" auf einem verrosteten
Seelenverkäufer ausserhalb der seinerzeitigen 3-Meilenzone
Englands vor Anker und auf Sendung. Ich fands als damals
12jähriger einfach Hip!
Die britische und
niederländische Regierungen handelten oder handelten auch mal
nicht, ähnlich wie im Fall Sealand. Hatte das etwas mit
einer "Staatsqualität" zu tun? Definitiv nicht. Denn nicht
einmal nach Reichsknallerart sind ankernde Schiffe ein
Staatsgebiet.
Hier gibt es mehr:
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/musik/3631/1.html
Olli _________________ "Prag lässt nicht los… Dieses
Mütterchen hat Krallen." Franz Kafka an Oskar Pollak,
1902 | |
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