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Die "KRR"-FAQ


Register


Bitte beachten Sie diese einleitenden Worte zum Register

- Union für Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, UMDR -> Görlitz, Stefan Andreas
- Vereinigung Deutsche Nationalversammlung -> Gründungsinitiative Deutsche Nationalversammlung
- VLDO (Vereinigte Länder des Deutschen Ostens im Deutschen Reich) - auch VODR
- Weichhaus, Klaus
- Weisheit, Klaus-Dieter
- Wenzel, Jürgen-Michael
- "Zentralrat der KRR" -> Palleske, Hagen
- Zentralrat Souveräner Bürger (ZSB)
- Zimmermann, Silvio


 

Union für Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, UMDR

-> siehe Görlitz, Stefan Andreas

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VLDO (Vereinigte Länder des Deutschen Ostens im Deutschen Reich) - auch VODR

Der Hamburger Verfassungsschutz unterscheidet in der 2001 erschienenen Broschüre "Rechtsextremismus in Stichworten, Ideologien - Organisationen - Aktivitäten" zwei Gruppen der VLDO (Vereinigte Länder des Deutschen Ostens im Deutschen Reich): die "Gruppe Stolle" und die "Gruppe Hoffmann". Beide werden als rechtsextremistisch eingeschätzt.

Die VLDO wurde 1981 nach Abspaltung von der "Gemeinschaft Ost- und Sudetendeutscher Grundeigentümer und Geschädigter" (GOG) gegründet (die GOG selbst tritt auch als "Notverwaltung des Deutschen Ostens" auf, welche u.a. "Reichspersonalausweise" verkauft). Die VLDO-"Gruppe Stolle" hat sich inzwischen in "Gemeinschaft Deutscher Osten" umbenannt. Ziel der GDO ist u.a. "die Wiederherstellung der nach dem Selbstbestimmungsrecht der Völker Ende 1918 einschließlich Deutsch-Österreich gewollten und bestandenen Grenzen".

Die VLDO-"Gruppe Hoffmann" spaltete sich 1985 ab. Sie betrachtet sich selbst als "deutscher Nachkriegsstaat" und gründete daher eine "Nationalversammlung des Deutschen Ostens", einen "Ostdeutschen Länderrat" und eine "Staatsvertretung des Deutschen Ostens". Sie tritt auch als "Notvertretung bzw. Staatsvertretung des Deutschen Ostens", "Vereinigte Ostdeutsche Länder" und (wie die VLDO-"Gruppe Stolle") als "Gemeinschaft Deutscher Osten" (GDO) auf, sodaß eine Unterscheidung schwer ist. Die VLDO-"Gruppe Hoffmann" lehnt nach Informationen des Verfassungsschutzes die politischen Verhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945, die Erziehung zu demokratischem Verhalten und zur Achtung der Menschenrechte ab und leugnet die Schuld Deutschlands am Zweiten Weltkrieg.

Die Inhalte der alten Internetseite einer der VLDOs (wahrscheinlich die der "Gruppe Hoffmann") befinden sich inzwischen auf einer neuen Seite. Dort hat sich zudem die "Firma" in "Vereinigte Gebiete des Deutschen Ostens" geändert ("Kürzel: VODR; Kurzname: Vereinigte Ostdeutsche Reichsgebiete"). Auf dieser Seite ist zwar zu lesen, daß auch für sie die WRV gelte, doch strebe man das "Deutsche Reich" mit Österreich an. Der Versailler Vertrag wird dort als ungültig bezeichnet, ebenso wie praktisch alle wichtigen nach 1945 geschlossenen Verträge. Die "KRRler" unter Ebel werden in einer "Warnung vor RA Mahler" als "Träumer" und "Spießgesellen" dargestellt. Antisemitismus und Anti-Amerikanismus gehörte auf der Internetseite zum guten Ton (Screenshot). Als "Staatskanzler" fungiert ein Günter Mikulla. Dieser Name findet sich (mit dem Zusatz "Lehrer a.d.") auch auf einer Liste "Appell für die Pressefreiheit" der "Jungen Freiheit" aus dem Jahr 2002 (Screenshot), mit dem diese gegen die Erwähnung in Verfassungsschutzberichten des Landes Nordrhein-Westfalen protestierte.

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Weichhaus, Klaus

Klaus Weichhaus bezeichnet(e) sich selbst als "Journalist", "Reichsermittler", "Parlamentär" (nach HLKO) und handelt "in Geschäftsführung ohne Auftrag" (was auf Mahlers Argumentation zurückgeht). Das paßt alles nicht so ganz zusammen, da z.B. Parlamentäre nach der HLKO bevollmächtigt sein müssen.

Nach einem Bericht des ORB-Magazins "Klartext" soll Weichhaus früher "Topmanager in der westdeutschen Wirtschaft" gewesen sein, bevor er sich als "Unternehmensberater" in Brandenburg niederließ. Aber auch als "Computerexperte" und "gelernter PR- und Marketingexperte" wird er bezeichnet. Und im Magazin "Wohnungsloser", Ausgabe 9/97 ist von ihm zu lesen: "Meine in zahlreichen Managementtrainings erlernte und in der internationalen Praxis gefestigte Führungserfahrung und mein Motivationspotential waren eine wichtige Voraussetzung für meine Erfolge als Unternehmer" (Screenshot). Bekannt (als "Kanzlerwanderer") wurde er, als er 1997 mehrere Monate lang durch Deutschland wanderte, um sich beim damaligen Kanzler Kohl zu beschweren.

Aus hier unbekannten Gründen kam der Wanderer jedoch aus dem Tritt.

So wurde er zunächst Berater Ebels, betrieb dann zusammen mit Uwe Bradler eine Internetseite mit volksverhetzenden Inhalten, auf der (passend zum Namen) Lügen über die Geschichte und die Gegenwart Deutschlands verbreitet werden. Inzwischen betreibt er die Seite unter einer internationalen Domain allein.

Bei der Bundestagswahl 1998 kandidierte Weichhaus (Berufsangabe "Kaufmann") auf Listenplatz 1 für die Brandenburger "Pro DM".

Seine Aussagen sind geprägt von einer anti-amerikanischen Haltung, teilweise läßt er auch seine Abneigung gegen alles erkennen, was nur den Anschein erweckt, irgendwie mit "den Juden" zusammenzuhängen.

Weichhaus beruft sich gerne auf die HLKO, um nachzuweisen, daß das Grundgesetz keine Verfassung ist. Außerdem versucht er sich ebenfalls an der Interpretation des 73er-Urteils des BVerfG.

Im Oktober 2003 tauchten E-Mail-Wechsel zwischen Weichhaus und dem ehemaligen RAF-Terroristen, ehemaligen NPD-Anwalt und aktuellem Rechtsextremisten Horst Mahler im Internet auf. In einer E-Mail beklagte Weichhaus, daß er inzwischen als ein Sprachrohr Mahlers angesehen werde, was dazu geführt habe, daß sich einige seiner Gönner von ihm abgewendet hätten. So habe Christian Samter die Schlösser zu der "von ihm" gemieteten Wohnung austauschen lassen, wobei allerdings unklar bleibt, ob Samter Vermieter ist oder die Wohnung für Weichhaus gemietet hat. Ein weiterer Gönner habe den für Weichhaus finanzierten Mobilfunkvertrag gekündigt (Screenshot).

Klaus Weichhaus steht in Verbindung mit dem "Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocausts Verfolgten" (VRBHV) und veröffentlichte in diesem Zusammenhang auf seiner Internetseite strafbare Inhalte, offenbar mit dem Ziel, selbst wegen Volksverhetzung angeklagt zu werden. In seinem Gästebuch fragte er die Besucher seiner Seite am 03.12.2003: "Habt Ihr meinen Aufruf auf meiner Eingangsseite zum 'Allgemeinen Deutschen Volksaufstand' gelesen? Was habt ihr daraufhin unternommen? Seid Ihr Mitglied im 'Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten (VRBHV) geworden?" (Screenshot). Der Verein wurde gegründet u.a. von Ernst Zündel, Germar Rudolf, Robert Faurisson und Manfred Roeder. Auch Horst Mahler ist eine treibende Kraft.

Einem mit "reichstreuen Grüßen Klaus Weichhaus, Journalist" unterzeichneten Schreiben vom 8. März 2004, das auf zumindest auf einer einschlägigen Seite in Bulgarien veröffentlicht wurde, ist zu entnehmen, daß Uwe Bradler Klaus Weichhaus inzwischen "die Freundschaft gekündigt" hat, weil sich Weichhaus zu sehr Horst Mahler zugewendet habe (Screenshot).

Aus einer E-Mail mit dem Absender "Klaus Weichhaus"' vom 20. August 2004, in der Auszüge aus einem Schreiben an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte veröffentlicht sind, wird ersichtlich, daß er zwischenzeitlich von der Staatsanwaltschaft Potsdam eine Ladung zum Strafantritt bekommen hatte. Weswegen er zu welcher Strafe verurteilt wurde, geht aus der E-Mail nicht hervor. Weichhaus behauptet, weder eine Ladung zur Verhandlung (vor dem Amtsgericht Nauen) noch ein Urteil bekommen zu haben. Nach einer Anordnung des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg sollte Weichhaus zudem zur "sozialpsychiatrischen Begutachtung" zwangweise vorgeführt werden (Screenshot).

Am 2. Januar 2005 teilte Klaus Weichhaus den Besuchern seiner Internetseite mit, daß er verhaftet worden sei. Man habe ihm sein Handy abgenommen, weswegen er telefonisch nicht mehr erreichbar sei. Die genauen Gründe für die Verhaftung oder weitere Details wurden nicht mitgeteilt.

Nachdem es eine Weile stiller um Weichhaus geworden war, meldete er sich Anfang Dezember 2005 zurück. Als "Nachrichtensprecher" von "Freie Stimme - Fernsehen Deutsches Reich" wollte er 3-mal wöchentlich via Internet "Nachrichten" verbreiten. In seinem Grußwort beklagte er sich: "Jeder darf jederzeit über Deutschland Lügen verbreiten (...) und behaupten, wir Deutschen seien eine Mördernation, Kriegstreiber und haben fabrikmäßig fast ein ganzes Volk auf grausamste, menschenverachtende und unvorstellbare Art und Weise vorsätzlich und planmäßig ausgerottet. Aber derjenige, der sein Vaterland verteidigt, indem er einfache Fragen stellt, wird verfolgt, diskriminiert, stigmatisiert, verhaftet und weggeschlossen". Aus "finanziellen Gründen" mußte die "Freie Stimme" jedoch schon bald darauf "vorläufig ausfallen" (Screenshot).

Zusammen mit Norbert Steinbach u.a. ist Weichhaus Initiator der "Gründungsinitiative Deutsche Nationalversammlung" (auch "Vereinigung Deutsche Nationalversammlung"). Für deren "Verfassungsdemonstration" am 22. Mai 2003 warb er nicht nur auf seiner eigenen Internetseite, sondern z.B. als "Kanzlerwanderer" auch mindestens in einem Internetforum (Screenshot). Weichhaus fungierte zeitweilig als Geschäftsführer der "Vereinigung Deutsche Nationalversammlung", wurde jedoch schließlich im Dezember 2006 für kurze Zeit von Christoph Kastius ersetzt.

Am 6.3.2006 erschien im "Saar-Echo" unter der Überschrift "Die Verschwörung hat viele Mitläufer" ein "thematischer Beitrag" Weichhaus' (Screenshot), in dem dieser einige der altbekannten Thesen verbreitet: das Grundgesetz sei keine Verfassung, die Bundesrepublik Deutschland eine "Modalität einer Organisationsform der Fremdherrschaft", Deutschland kein "Rechtsstaat". Außerdem phantasiert er von "Hauptverhandlungen gegen diese Handlanger einer Fremdherrschaft". Einen Link auf das "Saar-Echo" werden Sie hier vergeblich suchen. Es handelt sich dabei um eine "Online-Zeitung" (Selbstbezeichnung), die sich nach der Eigenwerbung von den "Mainstream-Medien" distanzieren will und sich als "wirklich unabhängig" sieht. Daß sie u.a. im Forum des Jo Conrad als "Internetzeitung, die sich lohnt" angepriesen wird (Screenshot), ist bereits ein Hinweis auf Zielgruppe und Qualität. Im Januar 2005 berichtete das Onlinemagazin haGalil unter dem Titel "Bauner Widerhall im Saar-Echo" über den bedenklichen Kommentar eines Ricardo Husch. Das Saar-Echo veröffentlichte am 8.3.3006 auch die Leserzuschrift eines gewissen Manfred Herzog, bei dem es sich um einen als "Tarkus" bekannten "Reichsbürger" handeln dürfte (Screenshot).

Im Oktober 2006 dokumentierten Klaus Weichhaus und o.g. Bernhard Heldt unter verschiedenen Internetadressen einen Rechtsstreit (u.a. AG Schöneberg, 102 C 494/06). Bemerkenswert ist hierbei zum einen, daß Klaus Weichhaus bundesdeutsche, angeblich nicht existierende Einrichtungen bemüht. Zum anderen befinden sich zwei von Weichhaus veröffentlichte Dokumente unter einer URL, die auf Erhard Lorenz registriert ist (Screenshot).

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Weisheit, Klaus-Dieter

Weisheit firmiert als "Kommissarischer Innenminister" und legt wert auf folgende Feststellung:

Der " Volksstaat - Hessen " ist eine selbständige Institution und ein Herr Ebel aus Berlin kann keinen " Innenminister " Herrn Klaus - Dieter Weisheit entlassen !
"

So heißt es in einer eMail an mich vom 19.10.2004.

Weisheit trat am 01.02.2004 bei einer Demonstration der Martina P. als Redner auf, behelligte die Anwesenden allerdings mit zu vielen "Fakten", wie einem Kommentar zu entnehmen ist (Screenshot).

Im Gästebuch der Frau P. verwies ein Klaus-Dieter Weisheit unter anderem auf die Seiten von Klaus Weichhaus und die des Deutschen Kollegs, um den "Thüringer Landsleuten" zu zeigen, daß sie von "den Politikern in Berlin, sowie von den Zeitungsschmierern und Artikelschreibern im Raum Thüringen-Friedrichsroda" belogen würden (Screenshot).

Im Gästebuch der Weichhaus-Seite findet sich dann unter dem Namen Weisheit ein interessanter Eintrag. Der Autor bezeichnet sich darin selbst als "Bank- und Kreditgeschädigter" (Screenshot). Er verweist in dem Gästebuchbeitrag auf die Internetseite des "Schutzbund der Kreditnehmer". Diese Seite (die derzeit unerreichbar ist; es erscheint eine "Transit-Informationsseite" der Denic; Stand: 19.10.2004), ist auf Klaus-Dieter Weisheit registriert (Stand Denic-Datenbank: 07.09.2004). Die entsprechende .net-Domain, ebenfalls auf Weisheit registriert, ist hingegen aktiv.

Für den "Schutzbund der Kreditnehmer Landesverband Hessen e.V." unterzeichnete Weisheit im August 2001 eine Petition mehrerer "Verbraucherschutz-Gruppen" an den Deutschen Bundestag, mit welcher der Erlaß eines Gesetzes erreicht werden sollte, das "mindestens 600 Behörden- oder Justizgeschädigten zu ihrem grundgesetzlich garantierten Recht verhelfen" sollte (Screenshot).

Für die auf ihn registrierten Internetseiten volksstaat-hessen.net und freistaat-thueringen.net fungiert Weisheit auch als "Netzmeister" (Stand: 19.10.2004; Screenshot). Auch die Seite volksstaat-hessen.de ist auf ihn registriert (Denic-Stand: 01.07.2004), verweist jedoch derzeit auf die Seiten des Providers (Stand: 19.10.2004).

Ausweislich des auf den Internetseiten des Matthes Haug veröffentlichten Protokolls der "2. Nationalversammlung" war Weisheit dort in seiner Funktion als "Innenminister" anwesend, ebenso wie Sachsens "Ministerpräsident" Opelt und der Kollege Halang. In einem Schreiben "21 Punkte - D - 06.12.2005", das der "KRR"-FAQ vorliegt, verbreitete Weisheit unter dem Briefkopf des "Schutzbund der Kreditnehmer Landesverband Hessen" die "21 Punkte zur Situation in Deutschland". Am Ende des Schreibens befand sich als "Empfehlung" auch ein Verweis Weisheits auf die Internetseite der "Reichregierung" des Dr. Haug.

Wie einer E-Mail des Norbert Steinbach zu entnehmen ist, soll es am 09. März 2005 eine Hausdurchsuchung bei Klaus-Dieter Weisheit gegeben haben in deren Rahmen auch ein Computer beschlagnahmt worden sei. Anlaß sei eine Weisheit gehörende Internetseite gewesen, auf der dieser die (teilweise volksverhetzenden) Texte der Martina P* veröffentlicht. In Steinbachs Gästebuch war Anfang November 2005 zu lesen, daß die Internetseite gesperrt worden sei. Aus dem Gästebucheintrag geht darüber hinaus hervor, daß es bereits am 1. November eine (weitere) Hausdurchsuchung bei Weisheit gegeben haben soll (Screenshot).

Im Jahr 2007 tauchte Klaus-Dieter Weisheit schließlich als "1. Beisitzer" des hessischen Landesverbands der "Interim Partei Deutschland", IPD, auf (Screenshot).

 

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Wenzel, Jürgen-Michael

Jürgen-Michael Wenzel ist in erster Linie als Vertreter der "JOIe Justiz-Opfer-Initiative" und Betreiber der Internetseite "teredo" bekannt. Auf dieser äußerst unübersichtlichen und konfusen Seite äußert Wenzel das, was er als "grundsätzliche Systemkritik" verstanden wissen möchte. Es läßt sich jedoch der Eindruck nicht vermeiden, daß es nicht nur auf der Internetseite des Herrn Wenzel konfus zugeht und man es hier mit einem typischen Querulanten zu tun haben könnte.

Wenzel betreibt im Rahmen seines Internetauftritts eine "Erfassungsstelle Regierungs- und Justizverbrechen" (Screenshot). Hinsichtlich des "Deutschen Reiches" fordert Wenzel: "Ein Deutsches Reich! Ein Deutsches Volk!". Seinen Vorstellungen nach werden die diversen "Reichsregierungen", "Nationalversammlungen" und "Justiz-Opfer-Initiativen" in einer "deutschen Befreiungsinitiative" zusammengefaßt werden (Screenshot).

Auf der teredo-Seite bietet Wenzel darüber hinaus einen "Schutzbrief für Staatsangehörige des Deutschen Reiches" an und firmiert in diesem Zusammenhang als "Staatsangehörigenschutzamt des 2. Deutschen Reiches - Dezernat des Inneren" (Screenshot). Hier zeigen sich seine Verbindungen zur "Exilregierung 2.tes Deutsches Reich". Auf deren Internetseiten fanden sich einige Texte, die offensichtlich der Seite Wenzels entstammen.

Auf einer Internetseite fand sich zudem eine mit "Dr.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Jürgen-Michael Wenzel" unterzeichnete Einladung für eine "Koordinationsveranstaltung zur Durchsetzung unserer, durch internationales Recht verbrieften und in der BRD verweigerten, Bürger- und Menschenrechte!" (Screenshot). Als Redner angekündigt: "Reichsinnenminister" Edgar Ludowici.

Seit August 2005 ist der teredo-Internetauftritt unter der .de-Domain nicht mehr erreichbar. Stattdessen wird auf eine Informationsseite der Denic weitergeleitet, aus der sich ergibt, daß es "administrative Probleme" gebe (Screenshot). Wenzel ist inzwischen mit seiner Seite ins Ausland umgezogen. Dort veröffentlicht er einen Schriftwechsel mit seinem bisherigen Provider, aus dem sich ergibt, daß sich das Bundesverwaltungsamt wegen unbefugter Verwendung des Bundesadlers auf Wenzels Seiten direkt an den Provider gewendet hat.

Seit dem 1. Oktober 2005 gibt es einen "Interim-Oberreichsanwalt" und ein "Interim-Oberreichsgericht", welche beide unter Wenzels Adresse ansässig sind. Auf Wenzels Internetseite heißt es dazu u.a. (Screenshot):

"Zur Verfolgung der Bildung von kriminellen Organisationen, Verbrechen gegen durch die BRD vertraglich anerkannte Unterwerfung unter internationales Recht, die Freiheits- und Menschenrechte, das Völkerrecht, von so genanntem "Verfassungs"hochverrat in der BRD sowie Landes- und Hochverrat gegen das Deutsche Reich wurde zum 01.10.2005 die Interim-Oberreichsanwaltschaft durch das Deutsche Volk der Staatsangehörigen des Deutschen Reiches gegründet und ein Oberreichsanwalt auf 6 Jahre gewählt. Seine Vereidigung erfolgte öffentlich am 08.10.2005."

Wie die "Verfolgung" konkret aussieht, ist anhand von selbstgebastelten "Anklagen" und "Urteilen" gegen Richter des Kölner Amtsgerichts dokumentiert, welche in Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen "Reichsbürger" wegen unbefugter Verwendung des Bundesadlers vorgegangen sind. "Im Namen des Rechts des Deutschen Reiches" wird da beispielsweise einem Kölner Amtsrichterichter per Beschluß vom "2. Strafsenat des Interim-Reichsgerichts durch den Einzelrichter Worschischek" u.a. eine Haftstrafe von 15 Jahren auferlegt. Gleichzeitig wird er zu einer Geldstrafe i.H.v. 30.000 EUR verurteilt. Dies alles wegen "'Verfassungs'hochverrat nach BRD-Recht", "Landes- und Hochverrat gegen das Deutsche Reich" sowie Anschluß an eine "kriminelle Organisation" (Screenshot).

Daneben veröffentlicht Wenzel eine umfangreiche Liste von Richtern und Justizangestellten (überwiegend von für Wenzels Wohnort zuständigen Gerichten), gegen die "im Namen des Volkes der Staatsangehörigen des Deutschen Reiches" ermittelt wird (Screenshot) sowie eine weitere Liste von (Bundesverfassungs-)Richtern, Justizangestellten und Ärzten, deren Adresse erst ermittelt werden muß (Screenshot). Diese werden mittels Brief an ihre Dienstanschrifft vom "Interim-Oberreichsanwalt" aufgefordert, ihre "ladungsfähige Adresse" mitzuteilen (Screenshot).

Wenzel selbst ist ebenfalls mit den Kölner Amtsrichtern in Konflikt geraten (Screenshot). In einem Ordnungswidrigkeitenverfahren (537 OWi 211/05) erging in einer Verhandlung am 20.09.2005 in Abwesenheit Wenzels ein Urteil wegen unbefugter Benutzung von Wappen. Gegen dieses setzte er sich mittels Rechtsbeschwerde zur Wehr, die jedoch auf seine Kosten durch Beschluß des Amtsgerichts Köln vom 17. Oktober 2005 verworfen wurde (Screenshot).

Ein Richter soll, so ist auf Wenzels Seiten nachzulesen, dem "Dr.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing" übrigens folgenden Hinweis gegeben haben (Screenshot): "Sie sind krank. Sie brauchen einen Arzt".

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Zentralrat der "KRR"

-> siehe Palleske, Hagen

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Zentralrat Souveräner Bürger (ZSB)

Der Zentralrat Souveräner Bürger ging etwa Anfang 2008 aus dem "Interessenverband zur Wahrung und Durchsetzung der Menschenrechte" hervor. Zu seinen Aufgaben zähle die Klärung der angeblich "ungeklärten Rechtslage in Deutschland" sowie "den rechtlichen Rahmen für die Souveränität eines jeden einzelnen zu schaffen". Glaubt man einem Schreiben des ZSB an "die verantwortlichen Stellen der USA", wurde der ZSB im "Februar 2008 vom Deutschen Volk für die Vertretung der Interessen des Deutschen Volkes gewählt". Am 04.02.2008 habe sich "das Deutsche Volk" eine "Verfassung gegeben". Das Grundgesetz sei daher "über die Ungültigkeit durch Streichung des Artikel 23 hinaus auch BRD-intern nicht mehr gültig und nicht mehr anwendbar".

In der Eigenwerbung des ZSB heißt es unter anderem (Screenshot):

"Der ZSB sieht es – in seiner Eigenschaft als Volksvertretung (Verfassung unter “Rechtliches”)– als seine Pflicht an, die Vertretung der Menschenrechte für den gesamten territorialen Geltungsbereich Deutschlands zu übernehmen. In diesem Zusammenhang erarbeitet der ZSB auch Lösungsmöglichkeiten für Friedensverträge mit den anderen Parteien der Weltkriege..."

Eine der Führungskräfte des ZSB ist Claudia Aumüller-Karger - und angesichts der oben dargestellten rechtlichen "Argumentation" des ZSB erstaunt es wenig, daß sie ihre Wurzeln in der Szene der Reichsregierungen hat. Sie war zumindest bis zum 14.12.2006 "Staatsbürgerin des Staates 2tes Deutsches Reich" und beim Gründer der "Ur-KRR", Wolfgang Ebel, als "reichsrechtliche Rechtssachverständige" tätig. Vom 14.12.2006 datiert jedoch die "Aufhebung der Bestallungsurkunde", die Ebel im Internet veröffentlichte (Screenshot). Den Zentralrat Souveräner Bürger gründete Aumüller-Karger gemeinsam mit den bei Ebel ebenfalls entlassenen "reichsrechtlichen Rechtssachverständigen" Karl Meyer und Viktor Wenzel. Letzterer ist inzwischen nicht mehr beim ZSB tätig. Die Nürnberger Nachrichten berichteten z.B. am 27.11.2008 über den ZSB. Unter anderem heißt es dort:

"'Die Homepage des ZSB ergibt tatsächliche Anhaltspunkte für die dortige Verbreitung rechtsextremer Denk- und Argumentationsmuster', erklärt Robert Bihler, Sprecher der bayerischen Verfassungsschutzbehörde. (...) Die Gruppe akzeptiert die Verfassung nicht und bezweifelt die Rechtmäßigkeit der Bundesrepublik - damit die Legitimität aller Behörden, vom Gericht über das Finanzamt bis zur Polizei. Ebenfalls im Internet treten ihre Anhänger als Verfechter eines 'Deutschen Reiches' auf, vergleichbar mit dem seit den 90er Jahren existierenden Phänomen 'kommissarischer Reichsregierungen'".

Zum Thema Holocaust soll Aumüller-Karger gesagt haben: "Ich war nicht dabei, ich kann mir kein Urteil erlauben". So ist es jedenfalls in einem Bericht des "Schwabacher Tagblatt" vom 28.10.2008 zu lesen.

Aumüller-Karger rührte auch heftig die Werbetrommel für das "Fürstentum Germania".

Ende März 2010 machte der ZSB einmal mehr von sich reden, da auf einer Veranstaltung am 27.03.2010 die bundesweit bekannte, ehemalige CSU-Politikerin Gabriele Pauli als Rednerin auftrat. Nach einem Bericht der Nürnberger Nachrichten vom 20.03.2010 hatte der Bundesgeschäftsführer ihrer neuen Partei "Freie Union", auf die mehr als zweifelhaften Verbindungen des ZSB hingewiesen, noch überlegt, die Veranstaltung wieder abzusagen. Man habe schließlich nur "die Lokalität nutzen wollen", ansonsten habe man mit dem ZSB "nichts zu tun". Die Veranstaltung fand allerdings schließlich trotzdem statt - mit Gabriele Pauli.

Siehe auch:

"KRR"-FAQ zum Fürstentum Germania

Süddeutsche Zeitunng - Vollmond, Pauli und die dunklen Mächte

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Stand: 28.03.2010

 

Zimmermann, Silvio

Silvio Zimmermann schreibt als "Scorpio" im Internetforum der "Exilregierung". In einem Beitrag vom 06.01.2005 bezeichnet er sich als "Mitglied der Regierung" (Screenshot), während ein "S. Zimmermann" als "Reichsfinanzminister" im Forum der "Exilregierung" auftritt (Screenshot). Wie dem Protokoll der Gründungsveranstaltung der "Exilregierung" zu entnehmen ist, war Zimmermann dort anwesend.

Interessant sind vor allem seine "Nebentätigkeiten". So ist die Internetadresse top-steuersparmodell.de auf ihn registriert. Beim Aufruf erhält man jedoch lediglich eine Fehlermeldung (Stand: 06.02.2005). Allerdings findet sich auch auf der Seite silvio-zimmermann.de Werbung für ein angeblich "geniales und natürlich völlig legales Steuersparmodell". Bei Kosten von 10.000 EUR ergebe sich ein "Einsparpotential an Steuern (...) von bis zu Euro 100.000,-" (Screenshot). Um eine Mitgliedschaft in der "Exilregierung" dürfte es sich bei diesem Modell allerdings nicht handeln, führt diese doch angeblich zur vollständigen Steuerbefreiung der "Reichsbürger" und ein "Reichsausweis" ist außerdem für einen Betrag erheblich geringer als 10.000 EUR zu haben.

Doch nicht nur in Sachen Steuersparmodelle ist Silvio Zimmermann aktiv. Unter der Adresse members.aol.com/szmunich werden Dienstleistungen einer "Interpatcom Ltd. GB" angeboten. Dazu zählen "'Vollkasko'-Krankenversicherung", sagenhafte "Renditen von mehr als ca. 40 % p.a." bei "Kapitalbeteiligungen ab € 25.000". Sogar eine "Verdopplung Ihres Kapitals innerhalb von 14 Monaten ab € 250.000,--" wird versprochen, ebenso wie ein "Zweitführerschein" (Screenshot). Auch wenn der Name Silvio Zimmermann nicht auf dieser Seite auftaucht, sprechen die Tatsachen dafür, daß er damit jedenfalls in Zusammenhang steht. Denn als Kontakt-E-Mail-Adresse ist eine Domain consultania.com angegeben, welche auf Silvio Zimmermann registriert ist (Screenshot). Sucht man zudem im Internet nach der "Interpatcom Ltd." stößt man auf die Seite turboprofit.de, welche ebenfalls auf Silvio Zimmermann eingetragen ist (Screenshot). Und tatsächlich stellt turboprofit.de lediglich eine Weiterleitung auf die bei AOL gelagerte Seite der "Interpatcom Ltd." dar.

Auch hinter der "Silvio Zimmermann Consulting GmbH" steckt - wie unschwer zu erkennen ist - Silvio Zimmermann. Auf einer seiner Internetseiten heißt es in der Eigenwerbung "Wir beschäftigen uns speziell mit Fragestellungen und Lösungen in den Bereichen: wirtschaftliche Unternehmensberatung, Sanierung von Unternehmen bei (drohender) Insolvenz und Überschuldung, Hilfe bei Zahlungsschwierigkeiten (...)" (Screenshot). Interessant sind auf dieser Seite im unteren Bereich vier Verweise mit den Titeln "szmunich", "szcgmbh", "szcgesmbh" und "szconsult". Während ersterer auf die bereits bekannte Seite der "Interpatcom Ltd." und letzterer auf einen "Service für Modelle" (Screenshot) verweist, gelangt man bei "szcgesmbh" auf eine Weiterleitungsseite zu friedensvertrag.info, dem Internetauftritt der "Exilregierung" (Screenshot).

Hinter "szcgmbh" verbirgt sich eine bemerkenswerte "Verlautbarung der Silvio Zimmermann Consulting GmbH Tool Services GmbH", in der man einleitend erfährt, daß die "Tool Services GmbH (...) mit Hilfe von englischen Investoren aus der dem ehemaligen Beratungsunternehmen Silvio Zimmermann Consulting GmbH hervorgehen" sollte. Es ist dann von einem Call-Center die Rede, das im September 2004 "einsatzbereit" hätte sein sollen. Hier tritt schließlich die Verbindung Zimmermanns zur "Exilregierung" ganz deutlich hervor, heißt es doch: "Herr Zimmermann steht der Exilregierung des Deutschen Reiches (friedensvertrag.info – aus rechtlichen Gründen nicht verlinkt) nahe, was den Investoren vorher nicht bekannt war. Die Investorengruppe steht den Aktivitäten dieser Gruppe äußerst ablehnend gegenüber und befürchtete eine absichtliche Verschleppung und Störung durch BRD-Ämter" (Screenshot).
Doch das war wohl nicht das einzige Problem für die "Tool Services GmbH".
Über die "Tool Services GmbH" und die Hintergründe dieser Verlautbarung berichtete am 29.10.2004 nämlich die Sächsische Zeitung. Es geht um einen mutmaßlichen Betrugsfall, bei dem "ein Bayer" fast 100 Arbeitslose in Jobs vermittelt ("Bearbeitung von Störungsmeldungen in Heimarbeit") und dafür Provision vom Arbeitsamt erhalten habe. Die Opfer hätten Arbeitsverträge bei der "Tool Services GmbH" unterzeichnet, daher keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosenunterstützung gehabt, jedoch auch keinen Cent Arbeitslohn geschweige denn Arbeit erhalten. Zu den Beschuldigten des Ermittlungsverfahrens zählten nach Angaben der zuständigen Polizeibehörde auch die "beiden Geschäftsführer der Kesselsdorfer Firma Tool Services GmbH". Zur "Tool Services GmbH" und Zimmermann heißt es in dem Artikel u.a.:

"Seinen Kesselsdorfer Sitz hatte Zimmermann im dortigen Gewerbegebiet auf der Sachsenallee 9. Eine freundliche Dame in der Telefon-Hauszentrale informiert, dass Tool Services 'seit Anfang September nicht mehr da' sei. Auf die Frage, ob sie denn den Eindruck gehabt habe, dass das eine echte Firma war, antwortet sie: 'Nein, eher nicht.'"

Im Juli 2005 wurde im Forum von antispam.de über einen Verein "Bits & Bytes e.V." diskutiert. Anlaß war eine dort veröffentlichte E-Mail. Absender der Mail war ein "Kiss Elektronic Service", Betreff: "Trewi Newsletter - Bankgeheimnis". In dieser Mail wurde den Empfängern eine "Echte Visa-Kreditkarte ohne Schufa, anonym & pfändungssicher" versprochen. Die Mail enthielt einen Link auf die Internetseite des "Kiss Eletktronic Service". Im dortigen Impressum wurde der Verein "Bits & Bytes" angegeben (Screenshot).

Interessant sind die Ähnlichkeiten zwischen der Postanschrift des Vereins "Bits & Bytes e.V." und der, unter welcher man auch die "Silvio Zimmermann Consulting GmbH" bzw. die "Silvio Zimmermann Unternehmensberatung" finden konnte bzw. kann. Straße und Hausnummer sind fast identisch (bei "Bits & Bytes" fehlt lediglich die Angabe "d" hinter der Hausnummer). Die Postleitzahlen sind ebenfalls identisch, allerdings werden mindestens drei verschiedene Ortsnamen angegeben. Bei der Anschrift für den Domaininhaber der turboprofit.de findet sich dann auch ausdrücklich "Bits & Bytes Muenchen e.V." erwähnt (Screenshot).

So verwundert es letztlich nicht, daß Beschwerdemails an den "Kiss Elektronic Service" bei Silvio Zimmermann zu landen scheinen, wie sich jedenfalls aus den Auszügen der bei antispam.de veröffentlichen E-Mails schließen läßt. "S.Z." bezeichnet sich in der Reaktion auf eine Beschwerde als Vorstand des Vereins "Bits & Bytes e.V." Unter anderem schreibt er: "Sollten Sie weitere Probleme machen, gedenke ich die Sache außergerichtlich zu regeln. Meine Freunde wissen was ich meine." Die Daten der Beschwerdeführer will "S.Z." übrigens an den "Reichsstaatsschutz" weiterleiten, so ist dem Forum zu entnehmen (Screenshot).

Wissenswert ist zudem, daß Silvio Zimmermann auf der - inzwischen gelöschten - Internetseite des "Neuen Wirtschaftswunder" von Jürgen Thomaier seinem Bruder Ralf - einem Gründungsmitglied der "Exilregierung Deutsches Reich" - in der Rubrik "Wir machen mit" aufgeführt war (Screenshot).

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Letzte Änderung: 09.07.2012.

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