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Die "KRR"-FAQ


Frage:

Einige "KRRler" wehren sich dagegen, als "Reichsbürger" bezeichnet zu werden. Warum ist das so?



Antwort:

Den Begriff "Reichsbürger" verwenden viele "KRRler" und "Reichsideologen" selbst für sich. Selbst der damalige "Pressesprecher" der Ebel-"KRR", Uwe Bradler, schreibt von "KRRlern" als "Reichsbürger" (Backup), in einem seiner späteren Foren gab es sogar einen Bereich namens "Reichsbürgerforum". Wenn die "KRRler" sich selbst so bezeichnen, dann kann man eigentlich nichts falsch machen, wenn man sie zitierend auch so bezeichnet, oder?

Doch einige wenige wehren sich strikt dagegen, "Reichsbürger" genannt zu werden, insbesondere Frank Wolfgang Richter von der Ebel-"KRR". Dieser klärte vor einer Weile im Montagsdemo-Forum über die wahre Bedeutung des Begriffs "Reichsbürger" auf - er versuchte es zumindest. Die Inhalte des Forums wurden zwischenzeitlich gelöscht. "Reichsbürger" sei ein vorbelasteter Begriff, so Richter, verwendet von den Nazis. Wer sich also selbst als "Reichsbürger" bezeichne, der setze sich zumindest dem Verdacht aus, ein "Nazi" zu sein.

Einmal ganz abgesehen, daß Richter den Begriff "Reichsbürger" in den Gesetzen der Nationalsozialisten falsch verortet (seiner Meinung nach stammt er aus dem "Reichsbürgerschaftsgesetz" von 1938, tatsächlich wird er jedoch im "Reichsbürgergesetz" von 1935 - als Teil der "Nürnberger Gesetze" - definiert), liegt er richtig. Unter Hitler wurde zwischen normalen Staatsbürgern und "Reichsbürgern" unterschieden. In § 2 Abs. 1 des Reichsbürgergesetzes heißt es:

"Reichsbürger ist nur der Staatsangehörige deutschen oder artverwandten Blutes, der durch sein Verhalten beweist, daß er gewillt ist, in Treue dem Deutschen Volk und Reich zu dienen."

Außerdem wurde die "Reichsbürgerschaft" erst durch Verleihung des "Reichsbürgerbriefes" erworben.

Nun kann man sicher mit guten Argumenten vertreten, daß die "KRRler" von dieser Definition nichts wußten. Schließlich sind sie auch sonst bei Rechtsfragen eher unbedarft und machen sich nicht die Mühe, vernünftig zu recherchieren.

Andererseits kann man jedoch genauso gut vertreten, daß die stete Verwendung des Begriffs "Reichsbürger" zumindest durch die "höheren" Mitglieder der "KRR" ganz und gar nicht unbewußt erfolgt. Denn wen hat es bisher noch nicht stutzig gemacht, daß man, um "Bürger des deutschen Reiches" zu werden, einen Antrag stellen muß, Geld bezahlen muß etc... also erst zum "Bürger des deutschen Reiches" wird, wenn man diese Eigenschaft "verliehen" bekommt (ganz im Gegensatz zu den Vorschriften des lt. "KRR" angeblich geltenden RuStAG i.d.F. von 1913)?

Bradler gestand im besagten Montagsdemo-Forum schließlich ein, daß er sich der Bedeutung des Wortes "Reichsbürger" in "ihrer Tiefe auch nicht ganz bewußt" gewesen sei.

Nicht ganz? Aber wenigstens halb - oder wie soll man das verstehen? Entweder er war sich der Bedeutung bewußt oder nicht. Es gibt schließlich auch nicht "ein bißchen schwanger". Später schrieb er auch, es sei ihm "nicht vollends klar" gewesen, daß der Begriff von den Nazis auf eine bestimmte Weise verwendet worden war.

Jedenfalls nennt er die "Reichsbürger" nun seit einer Weile nach eigenen Angaben lediglich noch "RPA-Inhaber". Aber, und das ist ihm ganz wichtig, der Begriff "Reichsbürger" sei keine Erfindung der Nazis, sondern in der "Reichsverfassung für das Kaiserthum Oesterreich" von 1849 enthalten.

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Das Wesentliche:

"KRRler" haben sich stets als "Reichsbürger" bezeichnet.
Dieser Begriff wurde im "Reichsbürgergesetz" von 1935 - als Teil der "Nürnberger Gesetze" - definiert. Daher empfinden einige "KRRler" es erstaunlicherweise als beleidigend, ebenfalls als "Reichsbürger" bezeichnet zu werden.

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Letzte Änderung: 17.06.2007.

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